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„Gleichstellung“ von ArbeiterInnen und Angestellten

Wie in den Medien bereits vermehrt berichtet wurde, beschloss der Nationalrat am 12.10.2017 ein Gesetzespaket, mit dem eine Harmonisierung der arbeitsrechtlichen Stellung der ArbeiterInnen und Angestellten vollzogen werden soll. Mit Stimmenmehrheit machte nunmehr auch der Bundesrat den Weg frei für die Gleichstellung von ArbeiterInnen und Angestellten.

Die beschlossenen wesentlichen Änderungen betreffen zusammengefasst folgende nachstehenden Themenbereiche:

Entgeltfortzahlungsanspruch im Krankenstand
ArbeiterInnen sollen so wie Angestellte bereits nach einjähriger Dauer des Dienstverhältnisses einen Entgeltfortzahlungsanspruch bei Krankheit (Unglücksfall) bis zur Dauer von 8 Wochen haben. Zukünftig ist auch die Entgeltfortzahlung über das Ende des Dienstverhältnisses zu leisten, wenn das Dienstverhältnis im Krankenstand oder im Hinblick auf einen Krankenstand einvernehmlich beendet wird.

Die Änderungen treten mit 1.7.2018 in Kraft und sind auf Dienstverhinderungen anzuwenden, die in Arbeitsjahren eingetreten sind, die nach dem 30.6.2018 beginnen.

Kündigungsfristen
Erst mit 1.1.2021 werden die Kündigungsfristen der ArbeiterInnen an jene der Angestellten angeglichen. Eine Ausnahme gibt es lediglich für Branchen, in denen Saisonbetriebe überwiegen wie z.B. auch im Baugewerbe. In diesen Bereichen besteht die Möglichkeit durch Kollektivvertrag abweichende Regelungen zu vereinbaren.

Nähere Informationen zum Thema Kündigung finden Sie hier

ZT-Kollektivvertrag nur für Angestellte
Auf den Geltungsbereich des Kollektivvertrages für Angestellte bei ZiviltechnikerInnen hat diese Gleichstellung keine unmittelbare Auswirkung. Das heißt, dass der Kollektivvertrag weiterhin nicht für ArbeiterInnen bei ZiviltechnikerInnen gilt.


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