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AUFBAUEND ORF Kärnten 2015


Tourismus und Baukultur: Weissensee Kärnten

Der Weissensee ist der höchst gelegene Badesee Kärntens. Auf 930 Meter Seehöhe kommen jene Gäste auf Urlaub, die naturnahe Erholung suchen. Die Ufer dieses Sees sind im Gegensatz zu anderen Gewässern nur zu einem Drittel verbaut, Bettenburgen gibt es kaum und der Verkehr ist traditionell gering, zuletzt dank der Einführung sanfter Mobilitätsangebote. Auch im Tourismusbau werden neue Wege beschritten, hat doch das Wohlfühlen im Urlaub viel mit räumlichen Qualitäten zu tun. Traditionelle Hotelbetriebe setzen auf gestalterisch ansprechende Architektur unter Verwendung von regionalen Baustoffen und erhielten dafür bereits diverse Auszeichnungen. Die verantwortlichen Architekten und ZiviltechnikerInnen planen auf gestalterisch hohem Niveau und schaffen damit wichtige Unterscheidungsmerkmale über die Grenzen Kärntens hinaus.

Architektin DI Gordana Brandner-Gruber
Architektin DI Barbara Frediani-Gasser

(3:01)

 
Geodäsie: historische Grenzsteine - Geoinformationssysteme

In Kärnten gibt es unzählige Grenzsteine mit einer über Jahrhunderte zurückreichenden Kontinuität, die das kulturelle Erbe des Landes bereichern. Viele davon, die im Zuge der Erstellung des Franziszeischen Katasters im 19. Jahrhundert gesetzt wurden, dienen auch heute noch der Eigentumssicherung. Dabei kam damals schon die Berufsgruppe der Vermesser oder Geodäten zum Einsatz. Unter Berücksichtigung dieser historischen Grenzmale arbeiten Zivil-Geometer heutzutage mit neuester Satellitentechnologie und dokumentieren die Grenzen in Form von präzisen Urkunden, die bei der Vermessungsbehörde dauerhaft archiviert werden. Dem Ordnen, Sichten und Sichern der Eigentumsverhältnisse an Grund und Boden kommt eine wichtige friedensstiftende Bedeutung zu.

Architektin DI Gordana Brandner-Gruber
Architektin DI Barbara Frediani-Gasser

(3:15)

 
ZiviltechnikerInnen - Ausbildung, Praxis, Beruf

Seit 1995 hat sich die Fachhochschule Kärnten mit den Studienbereichen Bauingenieurwesen und Architektur als Ausbildungsstätte für qualitativ hochwertige Baukultur etablieren können. In Vernetzung mit den Baukulturträgern des Landes werden künftige ZiviltechnikerInnen ausgebildet und nach Möglichkeit in Kärnten beschäftigt, um der Abwanderung von kreativen Köpfen entgegenzuwirken. Um als Ziviltechnikerin oder Ziviltechniker tätig sein zu können, wird nach Absolvierung des Studiums, einer dreijährigen Praxis und erfolgreich bestandener ZT-Prüfung die Befugnis nach Ablegung eines Eides vom Bundesministerium verliehen. Die 260 Kärntner ZT-Büros sind für technisch innovative und geistig-schöpferische Leistungen als ExpertInnen - so genannte "technische Notare" - mit hoher Verantwortung, Unabhängigkeit und Qualität für ihre AuftraggeberInnen tätig.

Architektin DI Gordana Brandner-Gruber
Architektin DI Barbara Frediani-Gasser

(2:46)

 
Wohnen und Arbeiten - Baugruppenprojekt am Lendkanal

Das 2006 fertig gestellte Wohnprojekt in Klagenfurt ist wie ein kleines Dorf organisiert. Eine Baugruppe hat sich mithilfe von Architekten ihren generationsübergreifenden Lebensraum in guter Lage geschaffen, statt mehrere flächenraubende Einfamilienhäuser am Stadtrand zu errichten. Entstanden sind zehn Wohneinheiten und ein Büro, aufgeteilt in dreigeschossigen Passivhausgebäuden aus Holz, dessen Herstellung nicht teurer war als übliche Betonbauten. Das vordere Büro- und Wohnhaus, mit auffälliger Holzlamellenfassade an der Lend gelegen, schützt den großen Gemeinschaftsgarten und die hintere Wohnanlage vor dem Lärm der vorbeiführenden Villacher Straße. Die Wege lassen sich gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Rad oder zu Fuß erledigen. Wohnen mit den Vorteilen der Stadt und doch Leben mitten im Grünen, ein Gruppenwohnbau mit Beispielswirkung.

Architektin DI Gordana Brandner-Gruber
Architektin DI Barbara Frediani-Gasser

(3:18)

 
Dorfkernentwicklung Moosburg

Die  Marktgemeinde Moosburg ist in Sachen Dorferneuerung bereits europaweit ausgezeichnet worden. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der baukulturellen Entwicklung des Hauptortes. Der Verödung des Ortskerns wurde vor Jahren entgegengewirkt, weil Supermärkte oder der Sportplatz in Zentrumsnähe errichtet wurden. Am sanierten Hauptplatz hat gerade der neue Co-Working-Space als urbane Arbeitsform eröffnet. Und im Bildungsbereich möchte sich der Ort durch den umfangreichen Bildungscampus-Entwicklungsprozess langfristig verändern. Kindergarten, Volks- und Neue Mittelschule sowie Tagesstätten sollen untereinander und mit dem Dorfleben vereint werden. Nach der pädagogischen Ausrichtung erfolgte die Erarbeitung eines räumlichen Masterplans, der den Umbau der Schulen und die Errichtung eines öffentlichen nutzungsgemischten Gebäudes mit neuem Schulplatz zur Folge haben soll.

Architektin DI Gordana Brandner-Gruber
Architektin DI Barbara Frediani-Gasser

(3:15)

  
Bauen in der Kulturlandschaft

Zell-Pfarre/Sele Fara liegt am Nordabfall der Karawanken auf 950 Meter Seehöhe, dessen alpines Ortsbild noch einige alte, gut erhaltene Bauernhöfe prägen. Für neue einfühlsame Bauwerke zeichnet ein Architekt verantwortlich, der mit dieser Landschaft besonders verbunden ist. Unter seiner Planung entstand beispielsweise ein Alpin Center, dessen zehn Meter hohe Kletterhalle aus Holz zum Sportklettern lädt. Das Center ist mit der Volksschule verbunden und zu einem Drittel im Boden versenkt.  Als Reminiszenz an die traditionelle Dachdeckung ist der schlichte Baukörper mit sägerauen Lärchenbrettern verkleidet. Im zweiten Beispiel geht es ebenfalls um die Gestaltung alpiner Kulturlandschaft. Auf Almen wie der Petzen sind Landschaftsplaner für das Lichten der Wälder zuständig und sichern damit Lärchenweiden. Oder sie planen einen Flow Country Trail, eine 11 Kilometer lange kurvenreiche Erlebnisabfahrt für Mountain-Biker.

Architektin DI Gordana Brandner-Gruber
Architektin DI Barbara Frediani-Gasser

(2:59)


Sanierung von Altlasten

Zur Baukultur eines Landes gehört auch der verantwortungsvolle Umgang mit Altlasten, deren fachgerechte Sanierung  eine technische Herausforderung darstellt.  Die für diesen Fachbereich spezialisierten Ziviltechnikerbüros analysieren, planen und bewerten die notwendigen Sanierungsschritte sowie Nachnutzungskonzepte; weiters begleiten sie die Sanierungsmaßnahmen als Örtliche Bauaufsicht. In St. Veit an der Glan wird nun nach erfolgter Sanierung die ehemalige Hausmülldeponie als Kompostieranlage mit Solarkraftwerk genutzt. In Arnoldstein galt die Sanierung der Bergbauindustriebrache vorerst als unlösbar, heute befindet sich auf der nun entgifteten, gesicherten und kontrollierten Fläche ein florierender Industrie- und Gewerbepark mit knapp 700 Beschäftigten.

Architektin DI Gordana Brandner-Gruber
Architektin DI Barbara Frediani-Gasser

(2:58)


Nachverdichtung im Bestand

Die innerstädtische Nachverdichtung ist im Umgang mit der Ressource Boden von großer Bedeutung. Das Wohnbaumodell „Reconstructing“ stellt eine der Möglichkeiten dar zusätzlichen Wohnraum am Standort zu schaffen. Dabei wird der Neubau unmittelbar neben den Bestandswohnungen errichtet. Die MieterInnen bleiben während der Bauphase in ihrer gewohnten Umgebung und übersiedeln vor Abbruch des Altbestandes in die neuen barrierefreien zeitgemäß gestalteten Wohnungen. Die logistischen Herausforderungen für dieses Modell der Stadterneuerung sind zahlreich und bedürfen einer intensiven Planung vonseiten Statik, Bodenmechanik, Vermessung und Architektur. Die entsprechende Einbindung der NutzerInnen von Beginn des Projektes an ist die Voraussetzung für ein gutes Gelingen.

Architektin DI Gordana Brandner-Gruber
Architektin DI Barbara Frediani-Gasser

(3:12)


Die Kirche als Bauherrin

Die Kirche nimmt ihre Verantwortung als Auftraggeberin für kirchliches Bauen und künstlerisches Schaffen wahr, indem sie moderne, poetische Sakralbauten planen und bauen lässt. In Bad Kleinkirchheim entstand neben der Kirche St. Ulrich 2003 die Jakobskapelle, die als Ort der Spiritualität erst mit der Zeit Anerkennung in der Bevölkerung fand. Die von drei Kärntner Brüdern - Bildhauer, Maler und Architekt - geplante Verabschiedungshalle symbolisiert das Leben, den Tod und die Auferstehung. Ebenso setzte die evangelische Kirche mit dem neuen Diözesanmuseum in Fresach 2011 ein baukulturelles Zeichen. Ein schlichter, präziser Betonbau ergänzt das jahrhundertealte Sakralensemble bestehend aus Kirche, Toleranzbethaus und Pastorenhaus. Für solch gelungene Bauprojekte sind baukulturaffine BauherrInnen wesentliche PartnerInnen.

Architektin DI Gordana Brandner-Gruber
Architektin DI Barbara Frediani-Gasser

(2:47)

  

 Trailer (3. Staffel)


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