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Auftragswertberechnung bei Bauvorhaben

Von einem Auftraggeber wurden vier Aufträge im Wege der Direktvergabe vergeben. Bei diesen Aufträgen handelt es sich um zwei Baumeisterarbeiten und zwei Glaserarbeiten, und zwar um Instandsetzungsarbeiten für unterschiedliche Wohnhausanlagen.

Das Landesverwaltungsgericht Wien musste nunmehr beurteilen, ob es sich bei diesen vier Direktvergaben um ein Bauvorhaben handelt oder um Aufträge, welche sich auf vier unterschiedliche Bauwerke beziehen.

 

Gemäß Bundesvergabegesetz sind grundsätzlich Leistungen, die zeitlich, örtlich und funktional im Zusammenhang stehen, zusammenzuzählen.

Gegenständlich waren jedoch diese Instandsetzungsarbeiten der jeweiligen Wohnhausanlage direkt zuzurechnen und auch hinsichtlich der Reparaturrücklagen mit den einzelnen Wohnhausanlagen abzurechnen.

Weiters sei die Voraussehbarkeit und Planbarkeit von Instandsetzungsarbeiten hinsichtlich einzelner Wohnhausanlagen so klein, dass diese nicht im vorhinein festgelegt werden können.

Aus den oben erwähnten Gründen stellte das Landesverwaltungsgericht Wien fest, dass jede einzelne Wohnhausanlage ein eigenes Bauwerk darstellt, sodass diese Bauaufträge zwar gleichartige Bauvorhaben darstellen, jedoch nicht zum Zweck einer gemeinsamen Vergabe zusammengefasst werden müssen.

 


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