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FAQ´s - Häufig gestellte Fragen

siehe Langtext

  Warum wurde die Schlichtungsstelle gegründet?
  Es gibt generell einen Trend zur außergerichtlichen Streitschlichtung. Das hat mehrere Gründe: Ein Vergleich ist für alle Beteiligten besser als ein Urteil, das ja immer einen Verlierer kennt. Zusätzlich ist ein Schlichtungsverfahren in der Regel günstiger als ein Prozess. Aktuelles Beispiel, das auch der Anlass für die Schaffung dieser Schlichtungsstelle war: Die Änderung des Zivilrechts erlaubt den Entzug von Licht und Luft durch Pflanzen bis zu einem gewissen Grad zu untersagen - der Gesetzgeber sieht aber vor dem Weg zu Gericht den Versuch einer außergerichtlichen Streitbeilegung vor.
 
  Welche Arten von Streitigkeiten werden behandelt?
  Natürlich sind Nachbarschaftsstreitigkeiten um Grundgrenzen ein wichtiges Thema. Die Möglichkeiten gehen aber weit darüber hinaus. Zum Beispiel wenn es um Mietwohnungen geht, Streitigkeiten um Wasser oder Abwasser, Verkehrsfragen, Bau, bzw. Lärm und Ruhebedarf. Grundsätzlich sind alle Fragen mit technischem Bezug so lösbar.
 
  In welchen Fällen wird die Schlichtungsstelle tätig?
  Voraussetzung ist, dass beide Streitgegner die Schlichtungslösung wollen. Niemand kann zu einem Schlichtungsverfahren gezwungen werden.
 
  Was sind die Unterschiede zu einer gerichtlichen Lösung, was sind die Vorteile? Gibt es auch Nachteile?
  Es ist eine gütliche Streitbeilegung, die schneller geht und weniger kostet als ein Gerichtsverfahren.
 
  Was tut man, wenn man die Schlichtung in Anspruch nehmen will
  Ganz einfach - das Antrags-Formular, das Sie auch in der Presseunterlage finden, kann man sich einfach von der Website der Ingenieurkammer - www.ztkammer.at - herunterladen.
 
  Ist eine Schlichtung auch möglich, wenn der Gegner es nicht will?
  Nein, beide Gegner müssen einverstanden sein. Aber es genügt, wenn eine der Streitparteien den Antrag stellt. Wenn die Einschreibgebühr von 50 Euro bezahlt wird, holt die Schlichtungsstelle von sich aus das Einverständnis der anderen Partei ein - die kann aber auch ablehnen.
 
  Was kostet die Schlichtung?
  Sicher deutlich weniger als im Allgemeinen ein Gerichtsverfahren. Der Stundensatz beträgt 150 Euro - die Länge hängt natürlich vom Thema ab. In der Regel werden es aber einige wenige Stunden sein.
 
  Kann man sich für das Schlichtungsverfahren eines Anwalts bedienen?
  Das kann man - man muss dann aber natürlich die Kosten der Rechtsvertretung tragen.
 
  Muss man die Entscheidung der Schlichtungsstelle akzeptieren oder kann man dann doch noch zu Gericht gehen
  Nein, man kann nachher natürlich noch zu Gericht gehen. Das Ziel der Schlichtung ist aber eine einvernehmliche Lösung.
 
  Mit wie vielen Schlichtungsfällen pro Jahr rechnet die Kammer?
  Das ist schwer zu sagen, weil es noch keine Erfahrungen gibt. Aber die Gerichte stöhnen ja unter einer Prozessflut. Das heißt, der Bedarf ist da. Für die Streitparteien wird es dadurch einfacher und billiger und die Gerichte werden entlastet.
 
  Gibt es eine solche Schlichtungsstelle auch in anderen Bundesländern außer Steiermark und Kärnten?
  Noch nicht. Die Ziviltechniker in der Steiermark und Kärnten sind die ersten, die das anbieten. Aber die anderen Bundesländer haben bereits signalisiert, dass sie diese Initiative aufgreifen wollen. Über kurz oder lang wird es die Schlichtungsmöglichkeit sicher in ganz Österreich geben. Es gibt aber Schlichtungsstellen in anderen Bereichen, z. B. im ärztlichen Bereich oder teils bei Rechtsanwälten.


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