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Krankenversicherung bedeutet nicht Unfallversicherung

Selbständig erwerbstätige Mitglieder der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten gehören aufgrund des Fehlens einer gesetzlich vorgeschriebenen Unfallversicherung nur der Krankenversicherung an und haben somit keinen gesetzlichen Schutz bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten.

Durch das Arbeits- und Sozialrechts-Änderungsgesetz 1997 wurde für selbständig tätige ZiviltechnikerInnen ab 01.01.2000 die Pflichtversicherung in der Krankenversicherung nach dem GSVG (Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz) begründet.

Gemäß § 5 GSVG kann von einer Berufsvertretung die Ausnahme von dieser Pflichtversicherung beantragt werden. Die Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten hat, nach Beschlussfassung durch den Kammertag, von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und eine vertragliche Gruppenversicherung geschaffen. Jeder Ziviltechniker/Jede Ziviltechnikerin hat theoretisch die Wahlmöglichkeit zwischen 1. einer Selbstversicherung gemäß § 16 ASVG (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz), 2. einer Selbst(Pflicht)versicherung gemäß § 14a bzw. 14b GSVG oder 3. der Ziviltechnikergruppenkrankenversicherung.

Durch die Selbstversicherung in der Krankenversicherung hat der Versicherte Anspruch auf umfangreiche medizinische Leistungen (Ärztliche Hilfe, Heilmittel, Heilbehelfe usw.).

Von diesen Leistungen sind jedoch Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten nicht umfasst. Um auch diesen Bereich abzudecken, sollten sich ZiviltechnikerInnen, aufgrund des Fehlens einer gesetzlich vorgeschriebenen Unfallversicherung, selbst versichern.

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt ermöglicht in der Unfallversicherung eine Selbstversicherung von Personen, die nicht dem Kreis der Pflichtversicherten angehören.
Dieser Selbstversicherung können 1. selbständige Erwerbstätige, wenn der Sitz ihres Betriebes im Inland ist, 2. mit Zustimmung des selbständigen Erwerbstätigen dessen Ehegatten, Kinder, Enkel, Wahl- und Stiefkinder, sowie die Eltern, Großeltern, Wahl- und Stiefeltern, wenn diese in seinem Betrieb tätig sind, beitreten.

Die Unfallversicherung trifft sodann Sorge für die Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, für die Erste-Hilfe-Leistung bei Arbeitsunfällen sowie die Unfallheilbehandlung, die Rehabilitation von Versehrten und die Entschädigung nach Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten.

Die Uniqa und die Wiener Städtische haben gemeinsam mit dem Bundeskomitee Freie Berufe Österreichs eine private Unfallversicherung geschaffen, die speziell auf die Bedürfnisse der freien Berufe zugeschnitten ist. Mehr dazu finden Sie unter www.freie-berufe.net


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